Bohrkerne richtig lagern und archivieren

Ein Bohrkern ist oft das teuerste Stück Information eines Projekts: Jeder Meter hat Bohrzeit, Personal und Logistik gekostet. Wer Kerne Jahre später noch einmal ansehen oder nachbeproben will, braucht ein Kernlager, in dem nichts verrutscht, verrottet oder verloren geht.

Regale und Paletten in einem Lager

Die richtige Kiste

Die Basis ist eine Kernkiste, die zum Kerndurchmesser passt. Kunststoff ist feuchtebeständig und leicht, Holz lässt sich gut anpassen, verzinkter Stahl ist besonders robust. Eine Übersicht nach Durchmesser finden Sie unter Kernkisten kaufen.

Beschriftung und Ordnung

  • Jede Kiste trägt Projekt, Bohrung, Kistennummer und Teufe von–bis, an der Stirnseite gut lesbar.
  • Kerne nach einer einheitlichen, dokumentierten Regel einlegen, zum Beispiel mit der geringsten Teufe oben links.
  • Teufenmarken an jedem Bohrmarsch und an Kernverlusten setzen.
  • Fotos jeder Kiste nass und trocken aufnehmen, bevor sie ins Lager geht.

Regale, Paletten und Raumklima

Gefüllte Kisten sind schwer. Planen Sie Regale und Paletten nach dem Gewicht der gefüllten Kiste, nicht der leeren. Ein trockener, frostfreier Raum schützt Holzkisten vor Feuchteschäden; ohne direktes Sonnenlicht bleiben die Beschriftungen lesbar. Lassen Sie Gänge so breit, dass einzelne Kisten zum Ansehen herausgezogen werden können.

Für Bohrklein aus RC-Bohrungen eignen sich Chip Trays, die sich platzsparend neben den Kernkisten lagern lassen.